Zornige Gedanken zur Wahl im Ländle
Von Jürgen Dieter Ueckert
Was
werde ich wählen? Bei der letzten Bundestagwahl hatte ich Freie
Demokraten gewählt. Mit beiden Stimmen. Weil ich dachte, im Bundestag
und in der Regierung muss eine liberale Volkspartei ihre Stimme für
Deutschland deutlich machen. Und zwar ganz entschieden. Neben einer
Kanzlerin, die aus einem sozialistischen und protestantischen
DDR-Pfarrershaus stammt und die bundesrepublikanischen Traditionen
schlecht verwaltet. Falsch gedacht.
Die FDP hat sich
in der Bundesregierung entmannen lassen – die liberalen Eier liegen im
Angela-Merkel-Eimer. Wie die von den
Christdemokraten-Polit-Karrieristen, die einst hoffungsfroh in den
West-Bundesländern gestartet waren – siehe die schwarzen Schmiede, die
locker und lustvoll ihren Anden-Pakt geschmiedet hatten. Was nun?
CDU/CSU - ein Kastraten-Chor?
Es gibt kaum mehr eine
liberale Partei in Deutschland – außer sie wird neugegründet oder zieht
sich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf heraus. Denn - die FDP ist
mittlerweile zu einer "Fast-Drei-Prozent" Partei geschrumpft. Die
Westerwelle-Spaß-Truppe wird vom Wähler als Gefahr für die deutsche
Politik erkannt – und gnadenlos abgestraft. Guido W., der deutsche
Außenminister-Kasper, hat sein Lieblingsspielzeug, sein gelbblaues
Guidomobil, mit Lust und Gekreisch gegen die Wand gedonnert.
Die
christdemokratischen Parteien von Heiner Geißler, Helmut Kohl, Franz
Josef Strauß und Richard von Weizsäcker sind ein seltsamer Haufen voller
kopfnickender Parteisoldat(inn)en geworden – Rock und Hosenanzug
tragende Girls / Boys an Angies Hof.
Und im Ländle
kämpft ein von Baum-Geistern gejagter CDU-Ministerpräsident Stefan
Mappus – und will mit seiner Generalsekretär-Thomas-Strobl-Lanze gegen
grüne Mühlen reiten. FJS-Imitation ist noch lange keine gute Politik
fürs Ländle. CDU - eine christliche Partei? Mehr eine konservative und
antikatholische Krawalltruppe.
Wo sind seine schwarzen
und gelben Truppen, mit denen Sancho Pansa Mappus gegen seine rot-grünen
Feinde ankämpfen will? Von Mitstreitern ist kaum etwas zu sehen und zu
hören - sie haben fast alle tief in den Gräben Deckung gesucht. Denn
keiner will bei einer drohenden CDU-Wahl-Niederlage im Ländle die Schuld
tragen.
Die FDP hat sich in ihrem Stammland schon
lange von einer bürgernahen Politik verabschiedet, nörgelt nur noch vor
sich hin – und beschimpft Wähler. Bietet sich in dieser schiefen Lage
eine grün-rote Landesregierung als Alternative an? Nach dem jämmerlichen
Untergang von Kommunismus und langsam ertrinkenden Kapitalismus scheint
vieles auch im Ländle möglich. Denn - ich habe schon Pferde vor der
Apotheke kotzen sehen.
25.01.2011
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